SKELOSQUAD

Divná planeta

Seltsamer Planet Skeli a Babar
2013
Ein seltsames Gefühl überkommt dich, wenn du die Augen öffnest,
wir haben unsere Finger im Spiel, versucht nicht, euch von Schuld freizusprechen,
lasst uns benehmen, wie sich Gäste benehmen sollen,
zu spät werden wir betteln, wenn hier nur Trümmer bleiben.
(2×)

Ich schlurfe allein einen dunklen und langen Weg entlang,
ich gehe mit gesenktem Kopf, getrübt, verwirrt,
voller Gedanken, die einfach nicht weggehen,
nur Menschen gehen, schöne Erinnerungen nehmen sie mit,
und dabei nehmen sie einen Preis mit, der für mich unerträglich ist,
es ist fake wie ein Henna-Tattoo,
eine Weile sind sie da und dann lachen sie,
tja, auf einem seltsamen Planeten passieren seltsame Dinge.
Ich steuere ins Unwetter, wo alle auf Schönheit schauen,
Mädchen messen eine Beziehung an der Länge der Schwänze,
wo ist der Elan geblieben, früher hatte ihn jeder Herr,
ein Gentleman an jeder Ecke öffnete den Damen die Tür, und heute,
wo ich auch hinschaue, hat jemand jemanden entführt,
es ist Grauen, Wahnsinn, überall abgeholzter Wald,
auf unserem Planeten kann nur die Industrie blühen,
und dieser Planet ist wie ein Käfig, aus dem du nicht fliehen kannst,
Kriege, Rassismus, Drogen, Mörder,
so viele Fallen, die Menschen in die Knie zwingen,
eine abgeprallte Kugel, die einen kleinen Jungen tötete,
für die Familie ist das eine unvorstellbare Qual,
Alkohol am Steuer, Drogen auf den Straßen,
neben der Straße Dreck, wohin steuert diese Welt,
bei dem, was passiert, bleibt mir langsam der Verstand stehen,
denn ich stehe mit euch auf einem Schiff, das bald untergeht.

Und was ist das? Und wo bin ich?
Ist das die Wirklichkeit oder nur ein blöder Traum?
Bin ich etwa ein Idiot, oder hast du auch das Gefühl,
dass unsere Erde direkt vor unserer Nase ins Verderben rast?

Schritt für Schritt gehst du durchs Leben,
du kämpfst um deinen Platz an der Sonne,
du willst kein Sklave sein, du sorgst dich um die Zukunft,
aber du kannst kaum wissen, was hinter der Ecke passiert,
schau, deine Pläne können schnell verrecken,
in einem Moment ist alles anders, du schaffst es nicht mal, dich zu bewegen,
dieser seltsame Planet fegt mit den Schicksalen herum,
der Tod kommt wie ein Arschloch und schneidet dir die Kehle durch.
Die Menschheit lernt nicht dazu, Feindseligkeit regiert die Welt,
kleine Kinder drücken die Finger auf den Abzug eines Maschinengewehrs,
eine Ewigkeit sehen wir das hier schon,
wir schließen die Augen, wir sitzen ganze Stunden im Netz ab,
wir arbeiten, wir tragen zum Aufschwung bei,
wir töten verdammt nochmal den Großteil unserer Zeit,
du wartest auf das Datum, an dem du deinen Lohn kassierst,
du wunderst dich, Roboter, dass du dir nicht die Taschen gefüllt hast.
Die Leute hetzen ständig, obwohl sie nicht wissen, wohin,
das Leben verliert langsam, aber sicher seinen Sinn,
Leben und Qualität werden heute in Geld gemessen,
dass Wahrheit und Liebe siegen werden, glaubt niemand mehr,
es gibt keinen Platz für Gefühle, wir bauen Karrieren,
wir verwüsten die Landschaft, wir errichten Barrieren,
rücksichtslos blasen wir Scheiße in die Atmosphäre,
was werden wohl unsere Söhne und Töchter atmen.
Ich versuche nicht, die Heilsarmee zu spielen,
mich kotzt nur an, wie der Mensch den Ast absägt, auf dem er sitzt,
Fakten und das Problem zu ignorieren, zahlt sich nicht aus,
nicht einmal die Heiligen helfen, alles kommt zu uns zurück.
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