Du kannst betteln, du kannst knien, du kannst weiterweinen, es interessiert niemanden, mit allem bist du hier allein. Alle Probleme ziehen dir im Nu vor den Augen vorbei, doch jeder geht seinen eigenen dornigen Weg. (4×) Du ertrinkst in Schulden, Besserung droht nicht, zwölf Stunden am Stück auf der Arbeit, arme Bürger, für die Kinder haben sie keine Zeit, sie müssen schuften, schlafen, morgens aufstehen, immer wieder Überstunden nehmen, damit es irgendwie reicht. Du hast so viel erlebt, dass dich nichts mehr überrascht, eine unerwartete Kündigung auf der Arbeit, die Arbeit treibt dich bis zum Geständnis, dass du dir in die Hose machst, als du vom Sozialgeld erfährst, von dem du die Rechnungen zahlen sollst. Es bleiben nur Augen zum Weinen, nicht mal Kleingeld ist übrig, übrig ist nur noch ein Penner, der es nicht weit gebracht hat, und trotzdem ergänzt jeden weiteren Morgen ein gehorsames Schaf die Herde, manche fürs Fressen, manche fürs Crystal, sie lassen sich sogar die Haut abziehen. Ein Haufen Phasen, wie Träume verschwinden, irgendwo dort in der Ferne werden die Wunschbäume ständig gefällt, auch wenn du dich wehrst, auch wenn du glaubst, dass du aufholst, kann eine Wende kommen, und wie stehst du dann auf mit dem Gefühl, dass es nichts gibt, wofür es sich lohnt. Es war OK, jetzt auf Tabletten im weißen Gewand, ganz hinten, er wird allmählich schwächer, greift allmählich nach dem, was ihm in dem Moment richtig scheint, für Geklautes Drogen und Schnaps, die Familie beiseite, er macht Angst, er ist nicht mehr der Kerl von früher, er hat leider aufgegeben, es war wirklich zu viel, sie fanden ihn letzte Nacht an einem Baum, auf Papier schrieb er seinen letzten Aufsatz und am Ende, dass er tat, was er konnte. Du kannst betteln, du kannst knien, du kannst weiterweinen, es interessiert niemanden, mit allem bist du hier allein. Alle Probleme ziehen dir im Nu vor den Augen vorbei, doch jeder geht seinen eigenen dornigen Weg. (2×)
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